Lange habe ich hin- und herüberlegt, ob ich meine Tattoo-Fotos öffentlich machen soll. Aber schließlich habe ich mich nicht tätowieren lassen, um es nicht zu zeigen.
Ich will mit den Bildern deutlich machen, dass man sich als Frau auch andere Motive als die gängigen stechen lassen und trotzdem noch weiblich sein kann – zumindest denke ich, dass mir das gelungen ist.
Meine Tätowiererin Ela hat das Bild, das ursprünglich von einem Albumcover der Band Misery Index stammt und von Oliver Sander von Grinddesign gezeichnet wurde, nach meinen Wünschen verändert:
Die Grundidee wurde übernommen, die Putten und der Vorhang sind so auch auf dem Cover zu sehen. In der Mitte platzierten wir aber statt des Mannes mit Kutte einen Sensenmann mit Sanduhr, weil mir der schon länger als mögliche Tätowierung im Kopf herumschwirrte, da der Tod für mich ein wichtiges Thema ist und ich außerdem ein Faible für Vanitas-Motive habe.
Ich denke, dass das barockartige Motiv gut zu mir passt und in meinem Fall auch authentischer ist als irgendeine Blumenranke. Ach ja, die Alice Cooper-Tätowierung auf dem rechten Arm, die man auf dem oberen Foto gut sehen kann, hatte ich mir vorher schon machen lassen. Aber dadurch, dass sie ebenfalls in schwarz/weiß gehalten ist, harmonisiert sie gut mit dem Rückentattoo.
Vielen Dank an Constantin Schäfer für die Fotos.



Hinterlasse einen Kommentar