Durch Alberta wollten wir möglichst schnell durchfahren – für mich ist diese Provinz mit ihren Separatismus-Bestrebungen die unsympathischste. Dies wurde in Calgary auch bestätigt, als ich gleich bei der Fahrt zum Hotel einen Pickup-Truck mit dem Aufkleber „I love Canadian oil and gas“ erspähte.

Am Anfang drängte sich außerdem der Verdacht auf, dass diese Stadt eine Ansammlung von Parkplätzen ist, aber da steht Calgary nicht alleine da und das kommt halt davon, wenn man in diesem Ausmaß auf das Auto setzt.

Allerdings konnte man in Downtown durchaus sehen, dass sich die Stadt Mühe gibt, das Zentrum etwas fußgängerfreundlicher und lebendiger zu gestalten. Die Leere in den Straßen läßt aber darauf schließen, dass es nicht so gut angenommen wird. Kanada hat noch einen sehr weiten Weg vor sich, diese autozentristische Politik hinter sich zu lassen, und ich glaube nicht, dass das bald erreicht wird.

Wir sind auch zum Studio Bell gelaufen, welches das National Music Centre mit der Hall of Fame kanadischer Musiker*innen beherbergt. Rush sind dort zum Beispiel zu finden, aber nicht mal Voivod, geschweige denn Propagandhi. Es war also nicht so schlimm, dass es schon geschlossen war.

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