Fährt man von Manitoba nach Ontario, ändert sich die Landschaft schlagartig, man verlässt endgültig die Prärie. Es wird hügeliger und es gibt unzählige kleine Seen, in denen kleine Inseln mit Bäumen und Sträuchern schwimmen. Ich mag das Flachland ja sehr gern, da die Weite spektakuläre Ansichten mit Wolkenformationen bietet und man auch nirgends hinunterfallen kann. Ich finde, das hat durchaus seine Vorteile. Aber ich war überrascht, wie gut mir Ontario mit seinen Felsformationen am Highway gefällt.

Nicht so berauschend fand ich hingegen die riesigen Tafeln mit Bibelsprüchen bzw. Jesuszitaten, die überall am Wegesrand standen. Ich musste mich etwas aufregen.

Zurück zur Fahrt: Leider wird die Straße irgendwann einspurig und es herrscht 90 km/h Höchstgeschwindigkeit. Man sollte sehr gut aufpassen, da hier die Polizeipräsenz wesentlich größer ist als man das aus British Columbia kennt. Und wenn man schon zu schnell fährt, sollten es zumindest nicht 50 km/h über dem Limit sein, denn dann konfiszieren sie das Auto. Das stelle ich mir sehr problematisch und ärgerlich vor.

Das Ziel dieser Etappe war Thunder Bay, das im Norden des Lake Superior liegt. Der Ort profitiert definitiv von seiner Lage. Ich fand diese Hochebene (wie immer man „Mesa“ auf Deutsch übersetzt), die man in der Ferne sehen kann und die man „Sleeping Giant“ getauft hat, sehr fotogen. Der Ort an sich ist ganz nett, aber ich weiß nicht, ob man dafür einen Umweg in Kauf nehmen würde.

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