In Winnipeg sahen wir uns noch das Legislative Building an. Allerdings wurden wir vom Starkregen überrascht und mussten uns erstmal unterstellen. Ich dachte, das Gebäude böte ganz gut Schutz davor, aber der Wind blies immer wieder Regen hinter die Säulen.
Aus dem Gebäude kamen plötzlich Security-Leute und ein Mann im Anzug gelaufen und ich dachte schon, dass wir hier nicht stehen dürfen. Aber als der Wachmann bei meinem Partner einen französischen Akzent heraushörte, wurde der Anzugmann sofort aktiv und fragte ihn, ob er aus Quebec sei. Dann gab es Händeschütteln und ein längeres Gespräch auf Französisch. Ich staunte jedenfalls nicht schlecht und dachte mir: Da möchte aber jemand gewählt werden! Es stellte sich heraus, dass der Mann als Kind aus Marokko nach Manitoba gekommen war. Sehr interessant, aus welchen Himmelsrichtungen es die Leute nach Kanada verschlägt.



Generell habe ich auf diesem Trip gelernt, dass von Manitoba ostwärts nicht nur sehr, sehr viele Menschen Französisch sprechen, sondern auch freiwillig sofort ins Französiche wechseln, wenn sie einen französischen Akzent erahnen. Ich war sehr überrascht, weil in British Columbia fast niemand Französisch spricht und auch Leute in Alberta die Sprache nicht wirklich beherrschen, selbst wenn sie sie mal in der Schule hatten.
Das Wetter fing sich nach diesem Regenschauer relativ schnell wieder und wir konnten unseren Weg fortsetzen.







Winnipeg ist offensichtlich sehr stolz auf seine Gewerkschaften und seine Geschichte mit dem Generalstreik, was sich überall widerspiegelt.


Ich hatte vor der Reise viele Restaurants mit Patios auf dem ganzen Weg zwischen Burnaby und Quebec City abgespeichert, damit wir vor Ort nicht lange suchen müssen. Wir hatten uns vorgenommen, jedes Mal, wenn wir einen guten Patio fanden, sofort etwas zu essen. Wer weiß, wann wir wieder Gelegenheit bekommen würden!
Guter Plan, der nur nicht bedachte, dass es in anderen Provinzen sehr viel Auswahl geben würde und auch das Wetter ab einem bestimmten Punkt nur noch gut sein würde. Da wir aber auch sehr viel zu Fuß liefen, war es okay, ein bisschen mehr zu mampfen.

Das hier ist natürlich kein schnöder Hot Dog, sondern ein „Smokie“, also eine geräucherte Hot-Dog-Wurst. Sehr lecker!
Praktischerweise kamen wir auf dem Rückweg automatisch an weiteren Sehenswürdigkeiten vorbei: Zum Beispiel am Fort Garry, dem ehemaligen Handelsposten der Hudson’s Bay Company, der 1822 errichtet wurde und von dem noch das Tor erhalten ist. Außerdem wurde daneben ein riesiges Denkmal errichtet und in einen Park eingebettet – das Ensemble sieht wirklich spektakulär aus.
Der Bahnhof lag ebenfalls in der Nähe. In unserem Hotel hatten wir dann aus dem 18. Stock einen tollen Ausblick auf die Stadt.




























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