In Toronto, der größten Stadt Kanadas (ca. 3,2 Millionen Einwohner*innen), hatten wir uns auch im größten Hotel des Landes einquartiert. Die Aufzüge waren nach Kategorien sortiert, je nach Zimmer konnte man Aufzüge in einem bestimmten Bereich wählen. Kriterium für meine Hotelbuchungen war, dass sie eine Tiefgarage und kein Valet Parking hatten. Wir wollten unser Auto schon selbst parken.

Jedenfalls hatte ich ein Zimmer mit Balkon gebucht und sprang auch gleich bei der Ankunft auf selbigen. Aber meine Güte, war der schmal und es ging ganz schön hinunter. Da es immer noch sehr heiß und schwül war, nützte uns der Balkon zum Lüften leider nicht besonders viel. Aber ich entdeckte schon bald eine Katze im Haus gegenüber, die sich entweder in einem der Fenster streckte oder schlief und musste natürlich jetzt immer checken, ob sie da war.

Auf dem dritten Bild sieht man einen kleinen Ausschnitt unseres Zimmers und den Luftfilter, den wir in jedem Hotel auf- und abgebaut haben. Das Erstaunliche war, dass uns ein Mann im Aufzug darauf angesprochen hatte und fragte: „Ist das ein Luftfilter?“ Man weiß also davon – umso erstaunlicher, dass es niemand für nötig hält, Standards für Luftqualität durchzusetzen (es gab in Kanada einen Gesetzesentwurf dazu, der dann plötzlich verschwand).

Die Biberfiguren standen überall in der Stadt herum – so etwas finde ich immer nett. So wie die Kühe in Zürich und die Bären in Berlin, wobei ich nicht weiß, ob die in den anderen Städten noch zu finden sind.

Das Rathaus wurde nach einem Wettbewerb vom finnischen Architekten Viljo Revell entworfen. Die Geschichte ist etwas länger, wen es interessiert, auf der englischen Wikipedia-Seite steht einiges zu den Streitigkeiten vor, während und nach dem Wettbewerb. Auch unterhaltsam, dass der Bürgermeister mit dem Siegerentwurf natürlich überhaupt nicht einverstanden war und sich dann entsprechend abfällig äußerte. Jedenfalls wurde es von 1961 bis 1965 gebaut und sieht sehr nach Raumstation aus.

Auch wenn es etwas gewaltig daherkommt, finde ich es insgesamt doch beeindruckend. Diesen architektonischen Mut kritisieren einige bestimmt wieder und sie werden die Stadt als nicht „schön“ einstufen, aber sie muss ja auch nicht jedem gefallen.

Jedenfalls gibt es auch genug Straßenzüge mit vielen bunten, kleinen Läden und Straßenbahnen (siehe zweites Bild). Das würde ich mir auch für Vancouver sehr wünschen, dort gibt es nur ein paar wenige schnuckelige Geschäfte.

Toronto hat außerdem Stadteile wie Little Portugal, wo sich im Sommer alles um Fußball drehte. Auch lustig, diese etwas häßliche Snack Bar, die nach Nazaré, dem Surf-Mekka Portugals, benannt wurde. Aber ansonsten alles muito bonito!

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